Blut und Bier auf dem Klavier

Mein Gott, bevor hier gar nichts mehr kommt, schreib ich halt irgendeinen Scheiß. Hauptsache da kommt was. Und zwar mach ich hier jetzt eine erste kleine Ankündigung…
Da die Ludwigshafener Schockband Die Felsen sich ja nun vor wenigen Wochen selbst überrascht hat, und gegen alle Regeln des Geschäfts scheinbar doch bei sogenannten „Bandcontests“ (Vorsicht, sowas heißt nie „Wettbewerb“, weil das deutsch wäre) gewinnen zu können scheint, hat sie sich direkt an das Planen und Umsetzen neuer Hirngespinste gemacht.
Und die klugen Köpfe des Felsen-Expertenteams um Jim Jacques Maée standen vor der komplexen Frage:
Was macht man mit einer gewonnenen Studioaufnahme?
Sie hatten in ihrer langen Karriere schon einige höchstkomplizierte Fragen geklärt, sind ins südkoreanische ChingChong gereist, haben die Küsten Neuseelands nach Muscheln abgesucht, sind in Islands Geysire eingetaucht und haben im spanischen Lleida den zahnlosen Vincent nach dem Weg gefragt.
Sie fragten nach dem Grund für Traurigkeit und erklärten auf einer Din A4-Seite, dass sich niemand seiner Schwäche bewusst werden will. Sie fragten nach dem Grund für Rastlosigkeit und erklärten auf einer Din A4-Seite, dass sich niemand seiner Schwäche bewusst werden will. Sie fragten, warum es uns Menschen gibt und erklärten auf einer Din A4-Seite, dass sich niemand seiner Schwäche bewusst werden will.

Aber mit dieser einen Frage taten sie sich nun besonders schwer. Einerseits lag es wohl daran, dass bisher keinerlei Erfahrung mit einem Thema dieses Fächerverbundes gesammelt wurde. Andererseits sollte diese Frage auch dermaßen fernab von jeglichen Naturgesetzen stehen, dass das Expertenteam der Felsen wirklich überfordert war und zum vierhundertachtundsiebzigsten Mal vor einer Frage zu stehen schien, die sie wohl niemals lösen können sollten…

Es war ein Montagabend, als die Montageband ihr Publikum mit der Frage, ob Montage auch Montage seien oder wie Montagearbeiter überhaupt zu Montagen stehen, wieder erstaunte. Und genau an diesem Tage -nur ungefähr zwei Wochene davor und ungefähr ein paar Tage noch dazu oder so- erschien ein Mann in der Stadt, der genauso hätte eine Frau sein können. Aber das ist nicht so wichtig.
Jedenfalls konnten die Felsen die oben genannte höchstkomplexe Frage irgendwann lösen. Lieber Leser, es ging um die Frage: Was macht man mit einer gewonnenen Studioaufnahme?

Entgegen der naheliegenden Lösung, den Preis einfach nicht anzunehmen, blitzte in den unergründlichen Kreisen der Felsen ein genialer Gedanke auf: Man könnte Überlegungen angehen, ob man denn dann nicht gleich ein weiteres Album aufnehmen und veröffentlichen möchte…
Es folgten harte Debatten wie „Das kann man doch nicht einfach so machen!“ und Vorwürfe: „Ihr seid doch nur krank und so!“ Aber das stimmt nicht, denn so war es überhaupt nicht. Vielmehr war man sich sofort einig und sehr angetan von diesem Gedanken.
Aufgrund dieser Heiterkeit ging Gisela, die bislang noch gar nicht aus der Küche herausgekommen war, da doch noch so viel zu tun sei, zum geheimsten Ort und öffnete die Schatztruhe der Felsen, welche schon seit Jahren gut geschützt und mittlerweile inmitten der Koordinaten „Kärnten Elf“ versteckt liegt. Darin befanden sich einige interessante Dinge, die darauf schließen ließen, dass eine wundersame Sache vor der deutschsprachigen Weltbevölkerung liegen könne.

Ja, mein Kind, dies sind die Anfänge einer Geschichte, die den Namen „Blut und Bier auf dem Klavier“ tragen sollte.

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